Divisions-Kalkulation

 

Es wird zwischen der einstufigen und mehrstufigen Divisionskalkulation unterschieden:

 

1. Die einstufige Divisionskalkulation

 

 

Kosten eines Auftrags                               Gesamtkosten der Periode

bzw.                                       = ------------------------------------------------------------------

 einer Leistungseinheit                              Anzahl der Aufträge bzw. 

                                                             Leistungseinheiten der Periode

 

 

Es ist das einfachste Verfahren, um die Gesamtkosten eines Betriebes auf die einzelnen Leistungseinheiten (z. B. Aufträge oder Stück) zu verteilen.

 

 

Die reine Divisionskalkulation kann nur von Firmen angewendet werden, die ein Produkt oder einige wenige Produkte in Massen herstellen. Weitere Voraussetzungen für die Anwendung sind eine geringe Fertigungstiefe und geringe Kosten- und Bestandsveränderungen.

 

Kalkulationsbeispiel:

 

 

 

produzierte Menge pro Periode               =         750.000 Stück

 

 

 

Gesamtkosten pro Periode                       =     1.589.400 €

 

 

 

 

 

1.589.400 €

 

   ----------------------------------- = 2,12 €

 

            750.000 Stück

 

 

 

 

 

2. Die mehrstufige Divisionskalkulation

 

 

 

 

 

Kalkulationsbeispiel:

 

 

 

Material-Einstandskosten pro Stück                   =          6,47 €

 

 

 

Halbfertigfabrikate:             2670 Stück mit 25.960 € Fertigungskosten

 

 

 

Weiterveredelung:              2600 Stück mit   8.324 € Fertigungskosten

 

 

 

Endmontage:                       2580 Stück mit 12.730 € Fertigungskosten

 

 

 

verkaufte Menge:                2580 Stück mit   5.822 € Verwaltungs- und

 

     Vertriebskosten

 

 

 

 

 

                   25.960        8.324        12.730       5.822

 

€ 6,47 + ----------- + ----------- + ------------ + ---------- =

 

                    2670           2600          2580         2580

 

 

 

 

 

 

 

€ 6,47 + € 9,72 + € 3,20 + € 4,93 + € 2,26 = 26,58 € pro Stück

 

 

 

 

 

Die mehrstufige Divisionskalkulation stellt eine Verfeinerung der einstufigen Divisionskalkulation da. Es werden bestimmte Kosten, die der einzelnen Leistung direkt zurechenbar sind, nicht in die Division einbezogen (z. B. Materialeinsatz, Fremdleistungen, spezieller Maschineneinsatz, ...). Charakteristisch für die mehrstufige Divisionskalkulation ist, dass auch die Verwaltungs- und Vertriebskosten gesondert erfasst werden.

 

 

 

Eine Trennung der Kostenbereiche ist bei einer mehrstufigen Produktion immer sinnvoll, da jeder Fertigungsschritt unterschiedliche Kosten verursacht.

 

 

Die Divisionskalkulation aus Einkäufersicht

 

 

Da bei diesem Kalkulationsverfahren nur eine geringe Fertigungstiefe bestehen darf, um die pauschale Zuordnung der Kosten vornehmen zu können, wird die Divisionskalkulation von Firmen aus den folgenden Bereichen angewendet:

 

 

  • Dienstleister

  • Handwerksbetriebe

  • Massenfertiger im Kunststoff und Metallbereich etc.

  • Raffinerien

  • Brauereien und Getränkehersteller

  • Lebensmittelhersteller

  • Gießereien

  • Mühlenbetriebe

  • Energiewirtschaft

      

    Beachten Sie: Diese Berechnungsweise kann auch in einzelnen Kostenstellen oder Fertigungsbereichen verwendet werden. Voraussetzung: Die Kosten können ausreichend genau zugeordnet werden.

      

    Je größer die Fertigungstiefe und die Fertigungsvielfalt des Lieferanten ist, desto schwieriger wird für uns die zutreffende Beurteilung der Divisionskalkulation. Das Kernproblem ist, dass die Kosten ohne große Aufteilung summiert werden. In der Verhandlung mit dem Lieferanten ist es unser Ziel mit dem Lieferanten über fixe und variable Kosten zu sprechen, um somit zur Deckungsbeitrags-Rechnung zu gelangen. Die Deckungsbeitragsrechnung eröffnet uns eine bessere Argumentationsbasis.