Basargeschäfte

Um wie viel Prozent kann ich im Urlaub beim Einkaufen die Preise runterhandeln?

 

 

 

 

Feilschen ist in den Ländern Südeuropas, Afrika und Asiens Pflicht. Beleidigen Sie den Verkäufer nicht dadurch, dass Sie den erstgenannten Preis akzeptieren.

 

 

 

 

 

Hier sind 7 Profi-Tipps zum richtigen Feilschen:

 

 

 

1. Der Busfahrer oder Reiseführer kennt eine gute Einkaufsmöglichkeit? Kaufen Sie dort niemals – die beiden stehen garantiert auf der Provisionsliste des Händlers oder Herstellers (zwischen 20 und 40 %).

 

2. Nehmen Sie sich Zeit (schicken Sie Ihren Partner notfalls ins Kaffee) und bleiben Sie immer ruhig, freundlich und locker. Lächeln Sie! Zelebrieren Sie förmlich die Kunst des Feilschens.

 

 

 

3. Da die meisten Produkte nicht ausgezeichnet sind, fragen Sie den Verkäufer nach dem Preis. Gibt es doch ein Preisschild, fragen Sie trotzdem nach dem Preis. Grundregel: Der Verkäufer sagt zuerst eine Summe.

 

 

 

4. Den vom Verkäufer genannten Preis lehnen Sie freundlich ab und machen ihm ein Gegenangebot (ihre Forderung). Reduzieren Sie das Angebot des Verkäufers mindestens um 35 % und maximal um 65 %. Faustregel: Je höher der Produktpreis, desto weniger bieten Sie dem Verkäufer. Wichtig: Keine glatten Summen nennen – damit zeigen Sie, dass Sie das Spiel beherrschen. Beispiel: Sie wollen das Angebot des Verkäufers von 410,- um 50 % reduzieren. Nicht so: 205,- oder 200,- . Sondern so: 198,- Euro oder 189,-.

 

 

 

5. Den jetzt folgenden - zum Teil (gespielten) emotionalen – Reaktionen des Verkäufers sind Teil des Rituals. Hören Sie sich geduldig und mit freundlicher Mine an, warum er auf Ihren Preis nicht eingehen kann. Wichtig: Lachen Sie den Verkäufer jedoch niemals aus.

 

 

 

6. Kommen Sie dem Verkäufer nach einiger Zeit noch mal um etwa 5 % entgegen. Er wird es fast immer sofort wieder ablehnen. Sagen Sie „Schade“ und wenden Sie sich langsam zum Gehen um.

 

 

 

7. Lassen Sie sich vom Verkäufer aufhalten und hören Sie sich sein erstes reduziertes Gegenangebot an. Beschäftigen Sie sich lange (!) mit dem Kaufgegenstand – nehmen Sie ihn prüfend in die Hände oder gehen Sie um ihn herum. Einigen Sie sich mit dem Verkäufer gegen Ende des Geschäfts in der Mitte Ihrer zuerst genannten Forderung. Beispiel: Bei 50 % also bei 25 %.

 

 

 

 

3 praktische Tipps für nach dem Kauf:

 

 

 

  1. Nehmen Sie nicht mehr Geld mit, als Sie bereit sind auszugeben. Hieraus können Sie sogar eine eigene Verhandlungs-Taktik machen. Sagen Sie dem Verkäufer: „Mehr Bargeld habe ich nicht.“ und legen ihm die Summe, die Sie für das Produkt maximal bereit sind auszugeben, auf den Tisch.

     

  2. Achten Sie darauf, dass das Produkt beim Einpacken nicht gegen „Schrott“ ausgetauscht wird.

     

  3. Bestehen Sie auf eine Quittung mit kompletter Anschrift des Verkäufers. Dies gilt besonders für größere und/oder teurere Gegenstände. Der Beleg kann beim Zoll sehr hilfreich sein – hilft Ihnen aber auch nicht, wenn Sie etwas Verbotenes gekauft haben. Am besten machen Sie auch ein Foto vom Verkäufer zusammen mit dem Kaufgegenstand.