Die 7 wichtigsten Werkzeuge für jeden Einkauf

1. Werkzeug für jeden Einkauf: Lieferantenmanagement

Ohne die Leistungen der Lieferanten kann keine Einkaufsabteilung besondere Erfolge verbuchen.

Deswegen kommt der „Arbeit am Lieferanten“ ein ganz besonderer Stellenwert zu. Finden Sie deswegen neue, potenzielle Lieferanten. Bewerten, fördern und entwickeln Sie die bestehenden Zulieferer. Funktioniert das nicht, müssen Sie sich von leistungsschwachen oder unwilligen Lieferanten trennen.

Ihre Analyse: Gibt es mit wichtigen Lieferanten Schwierigkeiten? Falls ja. Mit welchen genau und was?

 

2. Werkzeug für jeden Einkauf: Preiscontrolling & Kostenanalytik

Die Kostenwelt Ihrer Lieferanten ist der wahre Erfolgsschlüssel für eine überdurchschnittliche Performance im Einkauf.

Preiserhöhungen vorbeugen und abwehren sowie Preissenkungen erreichen, das ist heutzutage Pflicht für den wirklich zeitgemäß agierenden Einkauf. Die Kostenseite der Lieferanten (Vormaterial, Personal, Fertigung ...) ist die Basis für die Kalkulation der Verkaufspreise. 

Ihre Analyse: Praktizieren Sie Preisarbeit & Kostenanalyse wirklich schon konsequent und auf hohem Niveau?

 

3. Werkzeug für jeden Einkauf: Verhandlungstaktik

Das Verhandeln mit Verkäufern der schnellste und einfachste Weg zu schönen Einkaufserfolgen.

Neben den bekannten guten Argumenten wie interessante Bedarfsmengen, steigende Umsätze oder gesunkene Kosten auf der Lieferantenseite, entscheidet vor allem die richtige (psychologische) Taktik über den Erfolg von Preis-verhandlungen. Verhandeln Sie planvoll, wie nach einem Drehbuch. Übernehmen Sie von Anfang an „das Zepter“ der Gesprächsführung und behalten Sie es bis zum Verhandlungsschluss.

Ihre Analyse: Können alle, die mit Lieferanten sprechen, ihr Verhandlungs-Knowhow anhand von Zertifikaten belegen?

 

4. Werkzeug für jeden Einkauf: Global Sourcing

Hier existieren immer noch große Kostenvorteile.

Der Importeinkauf, das großen Einmaleins für jede Einkaufsabteilung, birgt aber auch enormes Gefahrenpotenzial für „blutige Nasen“. Erschließen Sie diese Erfolgsquelle trotzdem. Richtig angepackt zahlt es sich aus. Für den Gewinn Ihrer Firma und Ihren persönlichen Erfolg. Der Mythos - nur Produkte „Made in Germany“ sind gut - ist längst tot. Prüfen Sie, ob sich die internationale Arbeitsteilung tatsächlich für Ihr Unternehmen lohnt.

Ihre Analyse: Besitzen wir die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen für dieses Einkaufswerkzeug?

 

5. Werkzeug für jeden Einkauf: Vormaterial- & Rohstoffmanagement

Einkaufskosten-Transparenz ist die Lösung für mehr Procurement Power und Performance.

Fast alle Lieferanten argumentieren bei Preiserhöhungen mit gestiegenen Kosten. Die zwei Hauptargumente der Verkäufer: gestiegene Vormaterial- und Rohstoffpreise und höhere Lohnkosten. Deswegen müssen Sie die Kostenblöcke „Material“ und „Personal“ Ihrer Lieferanten kennen und überwachen. Schluss mit dem Feilschen. Lassen Sie Zahlen und Fakten sprechen. Zeigen Sie Ihren Lieferanten, dass Sie Bescheid wissen.

Ihre Analyse: Gibt es ein Frühwarnsystem für die Materialseite Ihrer Lieferanten und deren Vor-Lieferanten?

 

6. Werkzeug für jeden Einkauf: Vertrags- & Risikomanagement

Geschäfte in unsicheren Zeiten gilt es abzusichern - Risiken müssen rechtzeitg erkannt werden.

Es geht hier aber nicht nur um (Selbst-)Schutz sondern auch um die Sorgfalt und die Kompetenzen eines ordentlichen Kaufmanns. Um große Pannen und Geldverluste zu vermeiden, sichern wir heute wichtige Geschäfte mit (Rahmen-)Verträgen ab. Darüber hinaus verschaffen Ihnen gesicherte Rechtskenntnisse einen deutlichen Vorsprung in der Argumentation gegenüber Verkäufern.

Ihre Analyse: Existieren vernünftige schriftliche Rahmenverträge mit allen Haupt- und Schlüssellieferanten?

 

7. Werkzeug für jeden Einkauf: Informations-Versorgung

Ohne verlässliche Zahlen & Fakten im Einkauf stehen Sie praktisch immer mit leeren Händen da.

Was sagen Sie dem Verkäufer, wenn er behauptet, dass sein Vormaterial in den letzten 12 Monaten um X Prozent gestiegen ist? Wie beweisen Sie Ihrem Chef oder anderen Abteilungen, dass die Preiserhöhung ohne den Einsatz des Einkaufs um ein Vielfaches höher ausgefallen wäre?

Ihre Analyse: Haben Sie online Zugang zu Vormaterial-Preisentwicklungen und Kostenanalysen (supplier cost breakdown) auf Knopfdruck?

 

Autor: Jens Holtmann